Die Seele
Daß Du weiße Haare hast - so viele, wie ich jetzt habe,
das tut mir nicht weh, das liebe ich,
daß die Zeit uns zeichnet und das Alter uns würdig macht,
mein teurer Schatz.
Ob du alt und verrunzelt bist,
wie ein alter vertrockneter Nußknacker,
das ist mir gleich,
wenn nur Deine Seele nicht armselig unbedeutend wird.
Sonst ist mir alles lieb,
was die Zeit unserem Leben antun muß.
Das ist mir heilig.
Diese Worte schrieb der deutsche Schriftsteller Max Dauthendey (1867-1918) an seine Frau Anny.
Warme, berührende Worte eines Mannes, an seine, nicht mehr ganz so junge Frau.
Wann wird die Seele armselig unbedeutend wie Dauthendey schrieb?
Ist die Seele eine gedankliche Konstruktion , die dem Tod
ein Schnippchen schlägt, weil sie ja nicht wirklich stirbt?
Haben wir nun kein *gutes Herz* mehr, stattdessen Seele - oder doch beides?
Ein schier unerschöpfliches Thema, seit Menschengedenken!
das tut mir nicht weh, das liebe ich,
daß die Zeit uns zeichnet und das Alter uns würdig macht,
mein teurer Schatz.
Ob du alt und verrunzelt bist,
wie ein alter vertrockneter Nußknacker,
das ist mir gleich,
wenn nur Deine Seele nicht armselig unbedeutend wird.
Sonst ist mir alles lieb,
was die Zeit unserem Leben antun muß.
Das ist mir heilig.
Diese Worte schrieb der deutsche Schriftsteller Max Dauthendey (1867-1918) an seine Frau Anny.
Warme, berührende Worte eines Mannes, an seine, nicht mehr ganz so junge Frau.
Wann wird die Seele armselig unbedeutend wie Dauthendey schrieb?
Ist die Seele eine gedankliche Konstruktion , die dem Tod
ein Schnippchen schlägt, weil sie ja nicht wirklich stirbt?
Haben wir nun kein *gutes Herz* mehr, stattdessen Seele - oder doch beides?
Ein schier unerschöpfliches Thema, seit Menschengedenken!
Elisabetta1 - 7. Apr, 09:14